Mühsamer Start im unwegsamen Gelände
Der heutige 4. September 2026 begann für unser Einsatzteam bereits in den frühen Morgenstunden. Ziel war es, den für die Maya Nepalhilfe eingesetzten kleinen Lastwagen vollständig mit überlebenswichtigen Hilfsgütern zu beladen. Die Wege in den ländlichen Regionen bestehen größtenteils aus unbefestigten Naturstraßen, die durch die enormen Wassermassen tief schlammig und unwegsam geworden sind. Unter den aktuellen Bedingungen wird jede Fahrt zu einem riskanten Manöver.
Bereits nach einer halben Stunde Fahrt bestätigten sich unsere Befürchtungen: Das Einsatzfahrzeug geriet in den ersten langen Stau. Die Straßen sind durch umgestürzte Bäume, kleinere Erdrutsche und liegengebliebene Fahrzeuge überlastet. Auf den engen Serpentinen gab es kein Vor und kein Zurück mehr. Geduld am Steuer war gefragt, während kostbare Zeit verstrich. Für unser Helferteam bedeutete das jedoch kein Aufgeben. Die drohende Flutkatastrophe in Nepal verlangt von allen Beteiligten maximale Flexibilität und Durchhaltevermögen.
Kampf gegen den Monsunregen: Kreative Lösungen vor Ort
Wenig später setzte ein sintflutartiger Monsunregen ein. Für das Helferteam entstand rasch eine zusätzliche Herausforderung: Die Hilfsgüter auf der Ladefläche durften unter keinen Umständen nass werden. Trockene Decken, Matratzen, Lebensmittel und Medikamente sind für die Menschen in den Notunterkünften lebensnotwendig.
Mit pragmatischer Tatkraft wussten sich die Helfer zu helfen. Mittels einer stabilen Plastikfolie bauten sie noch unterwegs ein Behelfszelt direkt über die Ladefläche des für die Maya Nepalhilfe eingesetzten Lastwagens. Dieser improvisierte Schutz trotzte den Wassermassen und sorgte dafür, dass die Fracht trocken und unbeschädigt blieb. Solche Momente zeigen deutlich, mit wie viel Herzblut das Team vor Ort arbeitet, um die Folgen der Flutkatastrophe in Nepal abzumildern.
Mangelware Hilfsgüter: Beschaffung unter erschwerten Bedingungen
Die Beschaffung der Hilfsgüter gestaltete sich außergewöhnlich aufwendig. Da die Flutkatastrophe in Nepal riesige Landstriche betroffen hat, sind grundlegende Versorgungsgüter vor Ort mittlerweile knapp geworden. Es mussten gleich mehrere verschiedene Geschäfte angefahren werden, um alle benötigten Artikel zusammenzutragen: haltbare Nahrungsmittel zum Essen, sauberes Trinkwasser, essenzielle Medikamente sowie Decken und Matratzen.
Der Nachschub aus der Hauptstadt Kathmandu kommt derzeit nur sehr spärlich nach. Viele Zufahrtsstraßen sind durch massive Hangrutsche blockiert. Für diese Strecke brauchte das Team fast einen halben Tag, da alles überfüllt ist und die Logistik weitgehend brachliegt. Das Team musste von Händler zu Händler fahren und verbleibende Restbestände sichern.
Unermüdlicher Einsatz bis in die Abendstunden
Der gesamte Tagesverlauf war geprägt von ständigen Zwangsstopps durch den anhaltenden Monsunregen. Oft stand der LKW lange Zeit im Stau, bevor es wieder ein paar hundert Meter weiterging. Erst am späten Abend hatten unsere Helfer den für die Maya Nepalhilfe eingesetzten Lastwagen voll beladen und die Ladung sichern können. Die Ladefläche birgt nun Nahrung, Schutz und Wärme für Dutzende Menschen.
Morgen geht es zur Verteilung: Hoffnung für 64 Flutopfer
Am morgigen Tag geht es zur Verteilung der Hilfsgüter an insgesamt 64 Flutopfer, die in einem nahegelegenen Auffanglager Zuflucht gefunden haben. Diese Menschen haben durch die Flutkatastrophe in Nepal ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Viele von ihnen schlafen seit Tagen auf dem bloßen Boden.
Mit den mitgebrachten Matratzen, Decken, Nahrungsmitteln und Medikamenten können wir die Versorgung für die kommenden Tage sichern. Für die 64 Betroffenen im Auffanglager bedeutet die Ankunft des Hilfstransports morgen vor allem das Gefühl, in dieser schweren Krise nicht vergessen zu werden.
Ein herzliches Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender
All diese Maßnahmen wären ohne Ihre Unterstützung nicht denkbar. An dieser Stelle möchten wir ein tief empundenes Danke an alle Spender aussprechen. Ihre Spenden sind das Fundament, auf dem jede einzelne Hilfsaktion der Maya Nepalhilfe ruht.
Jeder Beitrag wandelt sich direkt vor Ort in echte, greifbare Hilfe um. Durch Ihre Solidarität ermöglichen Sie es unserem Team, selbst unter widrigsten Bedingungen durchzuhalten. Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin, damit wir den Opfern der Flutkatastrophe in Nepal nachhaltig beistehen können.

