Nach den verheerenden Überschwemmungen im Distrikt Nuwakot stehen viele Dörfer entlang des Trishuli-Flusses vor dem Nichts. Gewaltige Wassermassen und Gerölllawinen haben Straßen blockiert und wichtige Brücken komplett weggerissen. Zahlreiche Familien sind von der Außenwelt abgeschnitten – ohne Zugang zu Lebensmitteln, medizinischer Versorgung oder sauberem Trinkwasser.
Nothilfe über dem reißenden Trishuli-Fluss
Um die isolierten Menschen schnellstmöglich zu erreichen, greifen die Einsatzkräfte und die nepalesische Armee vor Ort zu einer bewährten Notmaßnahme: Sie installieren und nutzen temporäre Tuins. Über diese traditionellen Notfall-Seilzüge werden lebenswichtige Hilfsgüter über den reißenden Trishuli-Fluss direkt in die abgeschnittenen Gebiete befördert.
Warum Notfall-Seilbahnen im Katastrophengebiet unentbehrlich sind
Der Wiederaufbau eingestürzter Brücken wird Wochen oder gar Monate dauern. Die Behelfsseile sind für die Rettungsteams derzeit die einzige Möglichkeit, ohne lange Verzögerung Erste Hilfe zu leisten. Über die Notfall-Seilbahnen gelangen Lebensmittelpakete, Medikamente, Säuglingsnahrung und Werkzeuge zu den betroffenen Familien auf der anderen Flussseite. Zudem ermöglichen sie im Notfall die Evakuierung von Verletzten.
Eine pragmatische Überlebensbrücke in der Krise
Eigentlich verfolgt die nepalesische Regierung seit Jahren das Ziel, alle gefährlichen Tuins im Land schrittweise durch moderne, sichere Brücken zu ersetzen. Dass im Trishuli-Tal nun wieder auf dieses System zurückgegriffen werden muss, verdeutlicht die extreme Dringlichkeit der Lage vor Ort. In dieser Krise erweisen sich die Seilzüge als unentbehrliche Überlebensbrücke. Auch wir prüfen derzeit im Team, ob und wie wir diese Möglichkeit für unsere eigenen Transporte nutzen können, falls die Zugänge weiter versperrt bleiben.
Wie Sie den betroffenen Menschen helfen können
Die Not im Trishuli-Tal ist enorm. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Hilfseinsätze vor Ort, damit dringend benötigte Hilfsgüter beschafft, verpackt und auf dem schnellsten Weg zu den bedürftigen Familien transportiert werden können.

